Würmer bei Katzen: erkennen und entwurmen

Weiße Katze

Inhaltsverzeichnis

  1. Würmer bei Katzen – Wie oft entwurmen?
  2. Wurmkur Katze – Finde das richtige Entwurmungsmittel
  3. Katze Würmer Symptome – So erkennst du Würmer bei Katzen
  4. Würmer bei Katzen – Welche Würmer gibt es?
  5. Wie werden Würmer bei Katzen übertragen?
  6. FAQ

Würmer bei Katzen: erkennen und entwurmen

Würmer bei Katzen sind eher der Regelfall als die Ausnahme. Dabei sind die lästigen Parasiten keinesfalls nur ein Thema für Freigänger. Auch Hauskatzen leiden immer wieder unter Würmern, die auch dem Menschen gefährlich werden können. Mit regelmäßigem Entwurmen, kannst du deine Katze effektiv vor einem Wurmbefall schützen.

Würmer sind sogenannte Endoparasiten. Das heißt, sie leben im Inneren des Wirtes, meistens im Magen-Darm-Trakt. Würmer können aber auch andere Organe deiner Katze, wie zum Beispiel die Atemwege oder das Herz, befallen.

 

Würmer bei Katzen: Wie oft entwurmen? 

Als Richtwert gilt: Pro Quartal eine Entwurmung. Wie oft eine Wurmkur für deine Katze sinnvoll ist, hängt von ihren und deinen Lebensumständen ab. Anders als Mittel gegen Zecken oder Flöhe wirken Wurmkuren für Katzen punktuell und haben über den Zeitpunkt ihrer Anwendung hinaus keinen prophylaktischen Effekt. 

Entwurmungsmittel sind ab dem Zeitpunkt, an dem du sie verabreichst, je nach Präparat ca. 24 – 48 Stunden wirksam. In diesem Zeitraum töten sie die vorhandenen Würmer und deren Larven und Eier ab. Danach endet die Wirksamkeit. Die Wurmkur schützt deine Katze also nicht vor einen erneuten Wurmbefall, sondern beseitigt lediglich bestehende Würmer und ihre Entwicklungsstadien.

 

Würmer bei Katzen: Quartalsweise Wurmkur

Alle drei Monate deine Katze zu entwurmen, ist ein sinnvoller Rhythmus. Am besten machst du dir eine Erinnerung, damit du ihn auch wirklich einhältst. Wenn es im Haushalt Säuglinge, Kleinkinder oder Risikopatienten gibt, sollte man einen individuell angepassten Entwurmungsplan erstellen. 

Das kannst du ganz einfach Online in Absprache mit unseren Tierärzten bei Pfotendoctor machen. 

Dabei solltest du deine Katze auch entwurmen, wenn du noch keine typischen Symptome eines Wurmbefalls entdeckt hast. Wurmeier brauchen ca. vier Wochen, bis sie zu einem adulten Wurm geworden sind. Da das Infektionsrisiko für reine Wohnungskatzen niedriger ist, als für Freigänger, stehen so die Chancen gut, dass eine Wurmkur alle drei Monate deine Katze effektiv vor Würmern schützt.

 

Monatliche Wurmkur für Katzen

Leben in deinem Haushalt Menschen mit schwachem Immunsystem, Säuglinge oder Kleinkinder, empfehlen wir dir, deine Katze einmal im Monat zu entwurmen. Eine monatliche Wurmkur bei Katzen minimiert das Übertragungsrisiko auf den Menschen. Auch für Freigänger ist eine monatliche Entwurmung aufgrund des höheren Ansteckungsrisikos sinnvoll.

Würmer werden meistens oral von Katzen auf den Menschen übertragen. Insbesondere Kinder haben oft einen engen körperlichen Kontakte zum liebsten Haustier. Besondere Ansteckungsgefahr besteht in Sandkästen oder über die Erde. Sprich dort, wo Katzen gerne ihr Geschäft verrichten und Kinder gerne spielen. 

Wenn du also ganz sicher gehen möchtest, dass deine Katze keine Würmer auf deine liebsten Menschen überträgt, empfehlen wir eine monatliche Wurmkur. Da es nach der Ansteckung 4 Wochen dauert, bis die Würmer im Darm der Katze ausgewachsen sind und über den Kot abgegeben und letztlich zum Menschen gelangen können, bis du mit einer monatlichen Wurmkur deiner Katze auf der sicheren Seite. 

Wurmkur Katze –
Finde das richtige Entwurmungsmittel

Nachdem du dich entschieden hast, wie oft du deine Katze entwurmen möchtest, gilt es, die richtige Wurmkur für deine Katze zu finden. Am besten hältst du Rücksprache mit deinem Tierarzt darüber, welche Wurmkur für deine Katze geeignet ist.

Auch unsere Tierärzte von Pfotendoctor können dich schnell und unkompliziert über die Entwurmung deiner Katze beraten und dir eine geeignete Wurmkur empfehlen.

Die Auswahl der passenden Wurmkur für deine Katze richtet sich nach individuellem gesundheitsspezifischen Merkmalen. Ausschlaggebend für Dosierung und Behandlungsdauer sind neben dem Wurmbefall auch Alter, Gewicht, Größe und Verfassung deiner Katze. Es gibt auch Wurmkuren für Katzen, die nur für bestimmte Würmer geeignet sind. 

Grundsätzlich kannst du deine Katze selbst entwurmen und muss nicht jedes Mal in die Praxis. Aber eine initiale Beratung, welche Wurmkur für deine Katze am besten ist, garantiert dir bestmögliche Ergebnisse für deinen Liebling. 

Achtung: Wurmkuren für Hunde sind höher dosiert als Wurmkuren für Katzen und nicht für Katzen geeignet.

 

Katze entwurmen: Spot On-Präparat vs. Entwurmungstabletten

Der Markt bietet mittlerweile die verschiedensten Wurmkuren für Katzen, die alle verschiedene Vor- und Nachteile mit sich bringen. Auch aufgrund der Vielfalt der vorhandenen Entwurmungsmittel empfiehlt sich eine Rücksprache mit deinem Tierarzt. Grundsätzlich kannst du dich entscheiden, ob du deine Katze mit Tabletten oder Spot-On-Präparaten entwurmen möchtest. 

Spot-On-Wurmkuren werden der Katze äußerlich aufgetragen. Dafür scheitelst du ihr Fell am Nacken und/oder auf dem Rücken kurz vor dem Schwanzansatz so, dass du die Flüssigkeit auf die Haut tropfen kannst. Je nach Präparat solltest du deine Katze an diesen Stellen für ca. 24 Stunden nicht intensiv streicheln. Diese Art von Wurmkur eignet sich besonders für Katzen, die nur schwer Tabletten fressen

Entwurmungstabletten gibst du am besten in einen Leckerbissen, den deine Katze besonders zu schätzen weiß. Achte darauf, dass sie die Tablette wirklich mitfrisst und nicht heimlich wieder ausspuckt. Diese Tabletten wirken direkt im Darm und sind nach 24 bis 48 Stunden vollständig abgebaut.

 

Katze entwurmen Hausmittel

Es gibt diverse Empfehlungen Katzen mit Hausmitteln zu entwurmen. Diese sollen äußerlich oder oral verabreicht werden. Die gängigsten Empfehlungen reichen von Teebaumöl über Kokosöl bis hin zu Kräutern wie Bärlauch oder Beifuß. 

Die Wirksamkeit dieser Entwurmungshausmittel ist wissenschaftlich nicht bestätigt. Zwiebeln und Knoblauch können für Katzen sogar giftig sein. Möchtest du deine Katze mit Hausmitteln entwurmen, kläre dies unbedingt vorab mit deinem Tierarzt ab. Wählst du Mittel, die sie nicht verträgt, riskierst du allergische Reaktionen, die deinem Liebling hart zusetzen können.

Katze Würmer Symptome:
So erkennst du Würmer bei Katzen

Würmer bei Katzen werden oft zu spät erkannt. Da die Parasiten ernsthaften Schaden anrichten können, ist es wichtig aufmerksam zu sein und Würmer bei Katzen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. 

Zur ersten Diagnose eignet sich eine Kotuntersuchung. Schau einfach, ob du im Kot deiner Katze Würmer, Larven oder Eier entdeckst. Ausgewachsene Würmer bewegen sich, während du Eier an ihrer weißlichen Farbe identifizieren kannst.

Manchmal sind Würmer im Kot allerdings nicht mit dem bloßen Auge zu sehen. Um einen Wurmbefall deiner Katze sicher auszuschließen, kannst du Kotproben sammeln und deinem Tierarzt zur Laboruntersuchung zur Verfügung stellen.

So geht’s: Sammle an drei aufeinander folgenden Tagen von je ein bis zwei Häufchen deiner Katze ein bisschen Kot. In Summe sollten 5 –10 g Kot zusammen kommen. Sammle diesen in einem ausgekochten und luftdicht verschlossenen Glas, das du direkt am dritten Sammeltag zu deinem Tierarzt zur Untersuchung bringst. Damit deine Probe möglichst schnell den Weg ins Labor findet, stimme den Termin am besten vorher mit deinem Tierarzt ab.

 

Würmer bei Katzen: Symptome

Neben Würmern im Kot gibt es verschiedene unspezifische Symptome, die auf den Wurmbefall einer Katze hinweisen können. Dazu zählen:

  • schlechter Appetit oder Futterverweigerung
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Abmagerung
  • stumpfes Fell
  • aufgeblähter Bauch
  • Juckreiz am Anus

Würmer bei Katzen – Welche Würmer gibt es?

Spulwurm Katze

Der häufigste Wurm bei Katzen ist der Spulwurm, der bis zu 20 cm lang werden kann. Er wird über die Muttermilch übertragen und kommt deswegen auch bei jungen Katzen sehr oft vor. Auch Menschen können sich mit dem Spulwurm infizieren. Meistens werden sie als Larven aufgenommen und wachsen in Darm heran, bevor sie als erwachsene Würmer lebenswichtige Organe angreifen können. 

 

Bandwurm Katze 

Bandwürmer sind unter nahezu allen Haustieren weit verbreitet. Die am häufigsten vorkommende Form ist der Gurkenkernbandwurm, der durch das Verschlucken infizierter Flöhe übertragen wird. Eine Übertragung des Bandwurms von der Katze auf den Menschen ist zwar möglich, aber eher die Ausnahme als die Regel. 

Tipp: Hier erfährst du, was du gegen Flöhe bei Katzen machen kannst.

Eine andere Bandwurmart, der Fuchsbandwurm, ist vor allem für frei laufende Katzen eine Gefahr. Er wird über Beutetiere wie Mäuse und Vögel übertragen, auch Füchse und demnach ihr Kot, sind häufig befallen. Der Fuchsbandwurm ist besonders gefährlich für den Menschen, weil er die Organe wie Leber, Milz, Herz, Atemwege und sogar das Gehirn besonders aggressiv befallen kann. 

Sonstige Würmer bei Katzen

Abgesehen von Spulwürmern und Bandwürmern gibt es diverse weitere Würmer, die bei Katzen vorkommen. Dazu zählen Hakenwürmer, Herzwürmer, Lungenwürmer und Blasenwürmer. Diese sind seltener als Spul- und Bandwürmer und treten vor allem regional verstärkt auf. 

Wie werden Würmer bei Katzen übertragen?

Katzen mit Freilauf stecken sich meistens beim Fressen mit Würmern infizierter Wildtiere wie Mäusen oder Vögeln an. Auch Kot anderer infizierter Tiere stellt eine Ansteckungsquelle dar. Aber selbst Wohnungskatzen laufen Gefahr von Würmern befallen zu werden. In Dreck oder Erde, die du mit deinen Schuhen in die Wohnung trägst, verstecken sich Würmer nur allzu gerne.

Um zu erkennen, ob deine Katze Würmer hat, untersuche als Erstes ihren Kot. Am besten sammelst du eine Kotprobe für eine Laboruntersuchung durch deinen Tierarzt. Sammle dafür an 3 aufeinander folgenden Tagen von ein bis zwei Haufen täglich etwas Kot. Bewahre diesen in einem sauberen und luftdicht verschlossenen Gefäß auf und bringe ihn am dritten Tag zum Tierarzt.

Des Weiteren können folgende Symptome auf Würmer bei deiner Katze hinweisen: schlechter Appetit oder Futterverweigerung, Durchfall, Erbrechen, Abmagerung, stumpfes Fell, aufgeblähter Bauch, Juckreiz am Anus

Wie oft eine Entwurmung für deine Katze sinnvoll ist, hängt von ihren Lebensumständen und deinem Haushalt ab. Für Wohnungskatzen in deren Haushalt keine immunschwachen Risikopatienten, Säuglinge oder Kleinkinder leben, reicht im Regelfall eine dreimonatliche Wurmkur.

 

Für Freigänger, bei viel Besuch in der Wohnung oder in Haushalten mit immunschwachen Risikopatienten, Säuglingen oder Kleinkindern, empfehlen wir eine monatliche Wurmkur.

Besprich schnellstmöglich mit deinem Tierarzt, welche Wurmkur sich für deine Katze eignet. Um deinen Verdacht zu verifizieren und herauszufinden, um welche Würmer deine Katze hat, sammle am besten an 3 aufeinanderfolgenden Tag Kot für eine Laboruntersuchung durch den Tierarzt. Bring 5 – 10 g Kot in einem sauberen und einen luftdicht verschlossenen Glas mit zu deinem Termin

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